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Citation Flow einfach erklärt

Was ist der Citation Flow?

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Citation Flow (Majestic)

Der Begriff Citation Flow stammt aus der SEO-Welt und wurde von den Betreibern des Webcrawler-Projektes Majestic entwickelt. Majestic durchsucht das Web nach Links und wertet die dabei gefundenen Verlinkungen aus. Daraus wird unter anderem der Citation Flow berechnet.

Der Citation Flow wird auf einer Skala von 0 bis 100 angegeben und soll zeigen, wie stark eine URL, Subdomain oder Domain aufgrund ihres Linknetzwerks eingeschätzt wird. Dabei steht vor allem die Menge bzw. Stärke der Verlinkungen im Mittelpunkt. Der Citation Flow berücksichtigt dagegen nicht, ob die eingehenden Links qualitativ hochwertig oder eher minderwertig sind.

Webangebote wie Wikipedia, YouTube oder große internationale Nachrichtenportale haben aufgrund ihrer zahlreichen und weit verzweigten Verlinkungen naturgemäß häufig einen hohen Citation Flow. Private Homepages oder kleinere Websites weisen dagegen meist deutlich niedrigere Werte auf.

Aussagekraft des Citation Flows

Der Citation Flow ist eine interessante Kennzahl, wenn es darum geht, die Stärke eines Linkprofils im Rahmen von Linkaufbaupaketen einzuschätzen. Dabei sollte man sich jedoch nicht allein vom Zahlenwert beeindrucken lassen. Ein hoher Citation Flow bedeutet zunächst, dass eine Website über ein starkes Linknetzwerk verfügt. Er sagt allerdings wenig darüber aus, wie hochwertig diese Links tatsächlich sind. Genau hier liegt die wichtigste Einschränkung des Citation Flows.

Eine Website könnte beispielsweise durch zahlreiche minderwertige oder künstlich aufgebaute Links einen hohen Citation Flow erreichen. Das macht das Linkprofil noch lange nicht wertvoll. Google bewertet nicht den Citation Flow, sondern verwendet eigene Systeme und Signale zur Beurteilung von Webseiten und Links. Links sind dabei unter anderem für die Ermittlung von Relevanz und zum Auffinden neuer Seiten relevant.

Deshalb sollte der Citation Flow immer zusammen mit anderen Kennzahlen betrachtet werden.

Citation Flow und Trust Flow

An dieser Stelle kommt der Trust Flow ins Spiel. Während der Citation Flow vor allem die Quantität bzw. Stärke des Linknetzwerks abbildet, bewertet der Trust Flow die Qualität der Links anhand eines eigenen Majestic-Modells. Majestic stellt beide Kennzahlen deshalb bewusst gegenüber.

Ein hoher Citation Flow bei gleichzeitig deutlich niedrigerem Trust Flow sollte beispielsweise genauer untersucht werden. Das Verhältnis kann Hinweise darauf geben, dass zwar viele Links vorhanden sind, deren Qualität aber nicht entsprechend hoch eingeschätzt wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass Citation Flow und Trust Flow immer möglichst nah beieinanderliegen müssen. Ein bestimmtes ideales Verhältnis gibt es nicht. Vielmehr sollte man sich das konkrete Linkprofil ansehen und prüfen, woher die Links kommen und warum sie gesetzt wurden.

Ein Beispiel:

Eine große Nachrichtenwebsite kann aufgrund ihrer enormen Reichweite einen sehr hohen Citation Flow aufweisen. Ein kleiner Fachblog kann dagegen einen wesentlich niedrigeren Wert besitzen, obwohl einzelne Links von sehr hochwertigen und thematisch passenden Websites stammen.

Der reine Vergleich der beiden Zahlen reicht deshalb nicht aus.

 

Trust Flow & Citation Flow Charts
Trust Flow & Citation Flow Charts

Nutzen des Citation Flows

Der Citation Flow ist vor allem bei der Analyse von Backlinkprofilen und Wettbewerbern interessant.

Der Betreiber eines Onlineshops oder einer anderen Website kann beispielsweise die Domains seiner direkten Mitbewerber bei Majestic überprüfen und sich einen ersten Eindruck davon verschaffen, wie stark deren Linkprofile ausfallen.

Dabei würde ich nicht nur den Citation Flow vergleichen. Interessanter sind unter anderem:

  • Citation Flow und Trust Flow
  • Anzahl und Qualität der verlinkenden Domains
  • thematische Relevanz der Backlinks
  • Entwicklung des Linkprofils
  • auffällige oder künstlich wirkende Linkstrukturen
  • wichtige Links von starken und thematisch passenden Websites

Der Citation Flow liefert damit eine erste Kennzahl für die Linkstärke, ersetzt aber keine Backlink-Analyse.

Gerade beim Linkaufbau hilft der Wert dabei, Wettbewerber und potenzielle Linkquellen miteinander zu vergleichen. Ein hoher Citation Flow einer Website ist allerdings noch kein Grund, dort unbedingt einen Backlink aufzubauen.

Für mich ist entscheidender, ob die Website thematisch passt, selbst hochwertige Inhalte bietet und der Link für den Nutzer einen nachvollziehbaren Mehrwert hat. Google empfiehlt ebenfalls relevante und aussagekräftige Links sowie einen sinnvollen Linkkontext.

Ein weiterer Punkt: Der Citation Flow ist eine Majestic-eigene Kennzahl. Veränderungen des Wertes sind deshalb in erster Linie im Zusammenhang mit dem Majestic-Datenbestand und dessen Berechnung zu betrachten. Der Wert lässt sich nicht eins zu eins mit einer Google-Kennzahl gleichsetzen.

 

Video zum Thema Citation Flow

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