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Social Signals

Was sind Social Signals?

Unter einem Social Signal (übersetzt: Soziales Signal) versteht man eine Emotion, eine soziale Beziehung oder ein Signal innerhalb eines sozialen Netzwerks. Auf Facebook gibt es beispielsweise Likes, Shares und die Kommentarfunktion, auf Instagram und TikTok entsprechend Likes, Kommentare und Shares. Anhand dieser Social Signals ist es möglich, über die Reputation einer Webseite oder eines Konzerns zu urteilen. Hauptsächlich positives Feedback wie Likes, Empfehlungen oder positive Kommentare deuten hierbei auf gute Qualität und Nähe zum Kunden hin.

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Der Like Button – das bekannteste Social Signal

Das bekannteste Social Signal ist der Like Button. Er ist auf fast allen Portalen mit Feedback-Funktion, wie etwa YouTube oder Facebook, vorzufinden und ist nebenbei auch eines der aussagekräftigsten Social Signals. Mit einem Like kann Zustimmung oder Zufriedenheit ausgedrückt werden. Auf einen öffentlich sichtbaren Dislike-Button verzichten die meisten großen Plattformen weiterhin, YouTube hat die öffentliche Anzeige der Dislike-Zahlen 2021 sogar komplett entfernt, erfasst die Klicks intern aber weiterhin für die eigene Auswertung.

Social Signals & SEO

Der konkrete Suchalgorithmus von Google ist streng geheim, in einem Punkt ist die Sache aber inzwischen relativ klar: Google hat über John Mueller mehrfach öffentlich bestätigt, dass Likes, Shares und Follower-Zahlen kein direkter Rankingfaktor sind. Was allerdings sehr wahrscheinlich bleibt, ist ein indirekter Effekt. Ziel von Googles Ranking-Systemen ist es, dem Nutzer stets relevante Suchergebnisse vorzuweisen. Eine gut besuchte Seite mit positiver Reputation in der Bevölkerung erzeugt in der Regel mehr Traffic und mehr Backlinks, und genau diese Effekte wirken sich dann tatsächlich auf das Ranking aus, nicht das Social Signal selbst.

Blogs profitieren unter anderem durch eventuelle Backlinks. Ein guter Inhalt und positive Social Signals können hierbei hilfreich sein. Ein gutes Feedback sorgt nebenbei für erhöhten Traffic. Dieser wiederum kann indirekt das Ranking verbessern.

Auswirkungen für Unternehmen

Diverse Social Media haben in den letzten Jahren immens an Einfluss dazugewonnen, sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich. Informationen breiten sich in sozialen Netzwerken mit hoher Geschwindigkeit aus. So kann ein einfacher Share einen Schneeball-Effekt auslösen und letztendlich zu mehreren Tausenden Klicks führen. Unternehmen profitieren also nicht nur von gutem Feedback, sondern ebenfalls durch wachsende Bekanntheit und kostenfreie Werbemöglichkeit.

Nebst der Kundenakquise bieten Social Signals die Möglichkeit, mit potentiellen Kunden in Kontakt zu bleiben. Positives sowie negatives Feedback ist direkt und schnell ersichtlich und erleichtert die Anpassung eines Produktes oder einer Dienstleistung an den Kunden. Das Potential der Social Signals wurde von den meisten Unternehmen bereits erkannt, zahlreiche Konzerne besitzen mehrere soziale Profile. Neben Facebook und Instagram spielt inzwischen vor allem TikTok eine zentrale Rolle, gerade wenn es um Reichweite bei einem jüngeren Publikum geht. Auch X (ehemals Twitter) bleibt für schnelle Reaktionen und direkten Kundenkontakt relevant, wenn auch mit deutlich geringerer Reichweite als noch vor einigen Jahren.

Der Nutzen von Social Signals

Social Signals haben einen ähnlichen Effekt wie positive Reviews auf diversen Online-Shops. Im Prinzip geht es darum, das Vertrauen des Kunden zu gewinnen. Ein Inhalt, der von vielen Nutzern positiv bewertet wurde, wird von einem potentiellen Kunden direkt positiver wahrgenommen als ein Inhalt, welcher kaum Social Signals besitzt. Besonders positiv wirkt es sich aus, wenn Freunde oder Familie des potentiellen Kunden den Inhalt als positiv bewertet haben.

Eine laufende Seite benötigt Wartung und Pflege, soll sie weiterhin für Traffic und ein gutes Ranking sorgen. Egal wie viele Fans eine Seite besitzt, fehlen die Social Signals, also Kommentare, Likes und Shares, fehlt damit einhergehend auch der nötige Traffic. Wichtig ist also nicht nur die reine Anzahl an Fans, viel relevanter ist die Anzahl an aktiven und kommunikativen Nutzern.

Einige Konzerne und Unternehmen kaufen sich Follower und Fans, um eine gute Reputation in den sozialen Medien zu erhalten. In der Praxis schlägt diese Methodik aufgrund mangelnder echter Social Signals fehl und hat mittlerweile mehr Nachteile als Vorteile. Vor allem wenn man es übertreibt.

Social Signals im Linkbuilding

Positiv aufgefasste Social-Media-Aktivitäten sorgen für mehr Social Signals, und die wiederum steigern Bekanntheitsgrad und Traffic einer Seite. Blogger und andere Webseitenbetreiber werden dadurch schneller auf die eigene Webseite aufmerksam, woraus sich indirekt neue Backlinks ergeben können. Weil Backlinks eine große Relevanz für das Suchmaschinen-Ranking haben, verbessert sich darüber in der Regel auch das eigene Ranking. Eine aktive Social-Media-Präsenz zahlt damit doppelt ein: auf Bekanntheit und auf Sichtbarkeit in der Suche.

Social Signals und generative KI-Suche

Für KI-gestützte Suchsysteme wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity gilt eine ähnliche Logik wie für Google: Ein einzelner Like oder Share zählt nicht direkt als Zitat-Signal. Erwähnungen und Diskussionen in sozialen Netzwerken tragen aber zur allgemeinen Sichtbarkeit und Reputation einer Marke im Web bei, und genau diese Reputation ist eines der Signale, die KI-Systeme bei der Auswahl zitierwürdiger Quellen berücksichtigen. Eine aktive, glaubwürdige Social-Media-Präsenz zahlt damit indirekt auch auf die KI-Sichtbarkeit ein.

Social Signals – Fazit

Social Signals sind ein nützliches Werkzeug, um den Bekanntheitsgrad der eigenen Webseite im Netz zu steigern und indirekt auch das Ranking von Suchmaschinen zu verbessern. Nichtsdestotrotz können Social Signals keine Wunder vollbringen und benötigen ihre Zeit. Neben regelmäßigen Updates und Pflege benötigt eine qualitative Seite inhaltlich guten Content, um auf Dauer für Traffic und ein gutes Ranking zu sorgen. Wie in vielen Beispielen des SEO-Marketings auch, kommt es weniger auf die Masse als auf die Qualität an. Schlechter Content kann durch negative Social Signals nach hinten losgehen und der eigenen Reputation mehr schaden als nutzen.

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