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Domain Popularity: Erklärung & Tipps

Was heißt Domain Popularity?

Die Domain Popularity (DP) beschreibt im SEO-Umfeld, von wie vielen unterschiedlichen Domains eine Website Backlinks erhält. Sie wird häufig auch als Anzahl der verlinkenden Domains bzw. Referring Domains bezeichnet.

Die Domain Popularität zeigt nicht an wie viele einzelne Backlinks insgesamt vorhanden sind, sondern von wie vielen verschiedenen Websites diese Links stammen.

Ein einfaches Beispiel: Erhält eine Website 50 Backlinks von fünf verschiedenen Domains, liegt die Anzahl der verlinkenden Domains bei fünf. Kommen die 50 Backlinks dagegen von 50 unterschiedlichen Domains, ist die Domain Popularity entsprechend höher.

Wichtig: Die Domain Popularity ist keine standardisierte Google-Kennzahl und kein eigener Google-Rankingfaktor. Google nutzt Links unter anderem als Signal für die Relevanz von Seiten und um neue Inhalte zu finden. Für die Bewertung von Links und Seiten verwendet Google jedoch eigene Systeme. Dazu gehört weiterhin PageRank.

Backlink-Checker und SEO-Tools wie Ahrefs, SEMRUSH Majestic oder LinkResearchTools können die Anzahl der verlinkenden Domains aus ihren jeweiligen Linkdaten ermitteln. Auch die Google Search Console zeigt im Bericht „Links“ die Top-verweisenden Websites. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen vollständigen Backlinkindex. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass der Bericht nur eine Auswahl der bekannten Links enthält. Bei der deutschen Version von SEMRUSH wird die Domain Popularity als “Verw. Domains” angezeigt.

Domain-Popularity
Verweisende Domains = Domain Popularity (SEMRUSH)

Linkpopularität VS Domainpopularität

Ein einfaches Beispiel macht den Unterschied deutlich:

Seite A wird von Seite B und Seite C verlinkt. Seite B setzt zehn Links auf Seite A, Seite C dagegen nur einen.

Die Linkpopularität betrachtet in diesem vereinfachten Beispiel die Anzahl der einzelnen Links. Die Domain Popularity betrachtet dagegen die Anzahl der unterschiedlichen verlinkenden Domains. In diesem Fall wären es zwei Domains.

Setzt Seite B beispielsweise weitere 20 Links auf Seite A, erhöht sich die Anzahl der Backlinks deutlich. Die Zahl der verlinkenden Domains bleibt dagegen bei zwei. Genau deshalb ist es bei der Backlink-Analyse wichtig, beide Werte auseinanderzuhalten.

Viele Links von derselben Domain können beispielsweise durch Sitewide-Links entstehen. Typische Beispiele sind Links in Sidebars, Footern oder anderen Bereichen, die auf zahlreichen Unterseiten einer Website erscheinen. Solche Links sind nicht automatisch schlecht. Bei der Bewertung sollte jedoch geprüft werden, warum sie vorhanden sind und welchen tatsächlichen Nutzen sie haben.

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen vielen einzelnen Backlinks und einer möglichst breiten Verteilung auf relevante Domains lässt sich nicht pauschal festlegen. Das hängt stark von der jeweiligen Website, Branche und Linkstruktur ab.

Punkteberechnung der Domain Popularity

Bei der Domain Popularity geht es grundsätzlich um die Anzahl unterschiedlicher verlinkender Domains. Eine einheitliche Punkteskala, nach der Google jeder verlinkenden Domain bestimmte Punkte zuweist, gibt es nicht. Setzt eine Website 50 Links auf eine andere Website, stammen diese 50 Links beispielsweise trotzdem nur von einer verlinkenden Domain. Für die Domain Popularity ist es deshalb etwas anderes, ob 50 Backlinks von einer einzigen Website oder von 50 unterschiedlichen Websites stammen. In der Praxis wird die Domain Popularity deshalb häufig anhand der sogenannten Referring Domains betrachtet.

Dabei sollte man allerdings nicht den Fehler machen, möglichst viele unterschiedliche Domains um jeden Preis aufzubauen. 100 beliebige und themenfremde Websites sind nicht automatisch wertvoller als zehn hochwertige und thematisch passende Linkquellen. Für eine seriöse Backlink-Analyse schaue ich deshalb nicht nur auf die Anzahl der verlinkenden Domains, sondern auch auf deren Qualität, thematische Relevanz und die Art und Weise, wie die Links entstanden sind.

Domain Popularity erhöhen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Anzahl der verlinkenden Domains zu erhöhen. Im Mittelpunkt sollte dabei ein sinnvoller und qualitativ hochwertiger Linkaufbau stehen.

Eine wichtige Grundlage sind Inhalte, die tatsächlich einen Grund für eine Verlinkung liefern. Dazu gehören beispielsweise umfangreiche Fachartikel, Studien, Statistiken, Ratgeber, Tools oder andere Inhalte mit eigenem Mehrwert.

Zu berücksichtigen sind unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Backlinkaufbau über die Verbreitung von qualitativ hochwertigen Inhalten (Content Marketing)
  • Links aus thematisch passenden Foren und Communities, sofern sie dort einen echten Mehrwert bieten
  • relevante Einträge in seriösen Branchenverzeichnissen
  • Backlinks aus kostenlosen Branchenverzeichnissen
  • Backlinkaufbau durch Stipendien / Stellenanzeigen an Hochschulen (EDU Backlinks)
  • Backlinks aus Blogs und Fachportalen (Blogger Relations)
  • Verbreitung von Gastartikeln, sofern diese inhaltlich sinnvoll sind
  • digitale PR und die gezielte Ansprache relevanter Redaktionen und Websitebetreiber
  • bestehende Erwähnungen einer Marke oder eines Unternehmens identifizieren und gegebenenfalls um eine Verlinkung ergänzen

Einen guten Ausgangspunkt für den Linkaufbau von hochwertigen und themenbezogenen Backlinks findest Du auch in meinem ausführlichen Beitrag zum Thema Linkbuilding.

Bei einigen klassischen Methoden ist allerdings Vorsicht angebracht. Linkkauf und Linkmiete mit dem Ziel, das Google-Ranking zu manipulieren, gehören zu den von Google genannten Formen von Link-Spam. Gleiches gilt beispielsweise für übermäßigen Linktausch, automatisiert erzeugte Links oder minderwertige Verzeichnislinks.

Bezahlte Links sind dagegen nicht grundsätzlich verboten. Handelt es sich um Werbung oder Sponsoring, sollten die Links entsprechend mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet werden.

Wenn du deine Domain Popularity verbessern möchtest, solltest deshalb nicht einfach möglichst viele neue Domains sammeln. Oberstes Ziel sollte immer sein, relevante und hochwertige Linkquellen zu gewinnen.

Die Domain Popularity überprüfen

Um die Domain Popularity zu überprüfen, muss zunächst ermittelt werden, von wie vielen unterschiedlichen Domains Backlinks auf die eigene Website verweisen.

Bei der Auswertung würde ich nicht nur auf die Anzahl der Domains achten. Interessant sind unter anderem:

  • Wie viele unterschiedliche Domains verlinken?
  • Welche Domains verlinken?
  • Sind die Websites thematisch relevant?
  • Wie viele Links kommen jeweils von einer Domain?
  • Gibt es auffällige Sitewide-Links?
  • Wie hat sich das Linkprofil im Laufe der Zeit entwickelt?
  • Entstanden die Links auf natürliche Weise oder durch gezielte Manipulation?

Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Eine hohe Domain Popularity ist für sich genommen kein Qualitätsnachweis. Ein Linkprofil mit vielen verschiedenen Domains kann trotzdem aus minderwertigen oder manipulativ aufgebauten Links bestehen.

Domain Popularity / Authority Erklärungsvideo von Google

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